Mit richterlichen Duchsuchungsbeschlüssen "besuchten" 15 Polizisten und sechs Vertreter der Gemeideverwaltung, die als Zeugen hinzu gezogen wurden, mehrere Beschuldigte in Eitorf und Windeck. Zeitgleich am 25.10.2007 um 07:30 Uhr schlugen die Ermittler in sechs Wohnungen und zwei Gaststätten zu.
Hintergrund waren Erkenntnisse einer Polizeidienststelle in Oberbayern. Die dortigen Kollegen hatten bei Ermittlungen in einem anderen Fall sozusagen "nebenbei" Hinweise zum Vertrieb manipulierter Sat-Receiver im Eitorfer Raum erhalten.
Mit diesen Geräten hatten die Beschuldigten im Alter zwischen 30- und 44 Jahren, darunter zwei Gaststättenbetreiber, kostenlos Premiere-Programme empfangen und sich damit des Betruges schuldig gemacht. Die Kriminalpolizei Eitorf beschlagnahmte bislang neun der manipulierten Decoder und leitete Betrugsverfahren ein.
Die Firma Premiere stellte Strafantrag und will die entgangenen Gebühren einfordern. Die Sat-Receiver werden nun von einem Sachverständigen untersucht, um festzustellen welche Form der Manipulation angewendet wurde. Nach dem Verfahren werden die Geräte als Tatmittel vernichtet. Betrug ist laut Strafgesetzbuch mit einer Geldstrafe und bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe bedroht.(Ri)
Aussender: Polizei NRW Presse
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