Nach den aktuellen Zahlen der AGF/ GfK Fernsehforschung liegt Norddeutschland bei der DVB-T Nutzung im bundesweiten Vergleich weiter vorne: Von deutschlandweit etwa 1,06 Millionen DVB-T Haushalten befinden sich derzeit rund 500.000 in Norddeutschland. Spitzenreiter ist dabei, auch im bundesweiten Vergleich, das Land Bremen mit 17,7 Prozent DVB-T Haushalten, gefolgt von Schleswig-Holstein mit 10,2 Prozent. In Hamburg verfügen derzeit 10,1 Prozent der Haushalte über einen DVB-T Anschluss, in Niedersachsen sind es 7,2 Prozent.
Damit liegt die Zahl der Fernsehhaushalte, die in Norddeutschland das digitale Antennenfernsehen als primären Empfangsweg nutzen, bereits deutlich über der Zahl der Haushalte, die früher das analoge Antennenfernsehen genutzt haben. Gleichzeitig zeigen die Zahlen, dass seit der Einführung von DVB-T in den Startregionen Hannover/ Braunschweig und Bremen/ Unterweser am 24. Mai 2004 sowie in den Räumen Hamburg / Lübeck und Kiel am 8. November letzten Jahres die Zahl der digitalen Antennen-haushalte kontinuierlich ansteigt, sagt Joachim Lampe, stellvertretender Intendant des Norddeutschen Rundfunks.
DVB-T dynamisiert Digitalisierung der Rundfunkübertragungswege
Neben Haushalten mit DVB-T nehmen auch die Haushalte mit digitalem Kabelfernsehen, DVB-C, und digitalem Satellitenfernsehen, DVB-S, bundesweit zu, am dynamischsten jedoch entwickelt sich DVB-T. Derzeit sind ca. 18,4 Prozent der knapp 35 Millionen Fernseh-haushalte in Deutschland digital ausgerüstet. Dabei befinden sich die meisten digitalen Fernsehanschlüsse in den Ländern, in denen DVB-T eingeführt wurde. Und auch hier sind die NDR Sendegebiete, ausgenommen Mecklenburg-Vorpommern, ganz vorne mit dabei.
Bremen belegt wieder einmal mit 29,8 Prozent digitaler Haushalte den ersten Platz. Es folgen Schleswig-Holstein mit 28,6 Prozent, Niedersachsen mit 24,6 Prozent und Hamburg mit 22,7 Prozent. Damit wird sichtbar, welche Bedeutung DVB-T für die Digitalisierung der Rundfunkübertragungswege insgesamt hat. Lag die Zahl der digitalen Haushalte in Deutschland im Mai 2004 noch bei 3,83 Millionen, so ist sie bis zum Juni 2005 auf rund 6,42 Millionen angestiegen. In dieser Zeitspanne wurde DVB-T schrittweise in Nord-deutschland, Nordrhein-Westfalen, dem Rhein-Main-Gebiet und Bayern eingeführt. Von den 6,42 Millionen digitaler Fernsehhaushalte bundesweit entfallen 3,48 Millionen auf DVB-S, 1,89 Millionen auf DVB-C und 1,06 Millionen auf DVB-T.
Renaissance für die Antenne
Die Entwicklung der digitalen Antennenhaushalte zeigt: In Norddeutschland hat sich DVB-T dreizehn bzw. sieben Monate nach seiner Einführung bereits als dritter Übertragungsweg neben Kabel und Satellit etabliert. Mit der Vielfalt von 20 bis 24 Programmen, guter Bildqualität sowie der Möglichkeit, DVB-T unabhängig von Antennendosen zu empfangen, stellt das digitale Antennenfernsehen eine ideale Ergänzung zu den anderen Übertragungswegen dar. Dabei eröffnet vor allem die portable und mobile Nutzung den Zuschauern neue Perspektiven.
Ein tragbares Fernsehgerät ausgestattet mit einem handlichen DVB-T Empfangsgerät und einer kleinen Stabantenne ermöglicht in den Stadtgebieten und der näheren Umgebung das Fernsehen im Freien: auf der Terrasse, im Park, auf dem Segelboot oder am Elbstrand. Wer möchte, kann DVB-T auch auf dem Laptop empfangen, mithilfe einer PC-Einsteckkarte oder eines speziellen USB-Sticks in Kombination mit einer kleinen, portablen Antenne.
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